Infinus-Gruppe

Strafprozess gegen INFINUS-Gruppe

Zahlreiche Geschäftsräume der INFINUS-Gruppe wurden im November 2013 Ziel einer Razzia der Staatsanwaltschaft. Zwei Jahre später, am 16. November 2015, hat die Wirtschaftskammer des Dresdner Landgerichts das Hauptverfahren eröffnet. Angeklagt sind der Firmengründer Jörg B. sowie fünf weitere Manager rund um das Firmengeflecht der Future Business KG und deren INFINUS-Vertriebstöchter. Ungefähr 25.000 Anleger sollen sie um ca. 400 Millionen Euro betrogen haben. Zunächst eher von Unterbrechungen als von Aussagen gekennzeichnet, kam Schwung in das Verfahren, als Jörg B. sein Schweigen brach. Er gab Fehler zu, sprach jedoch auch von mangelnder Kontrolle. Der Prozess könnte geschädigten Anlegern so neue Erkenntnisse darüber einbringen, wie sie zumindest einen erheblichen Teil ihres Geldes zurückbekommen.

„Schneeballsystem“ der INFINUS-Gruppe

Finanziert hat sich die Gruppe durch die Ausgabe von Orderschuldverschreibungen sowie Genussrechten und Nachrangdarlehen. Dem ersten Anschein nach nicht ungewöhnlich, offenbaren sich bei genauerem Hinsehen die fragwürdigen Geschäftspraktiken der Angeklagten. Anleger wurden mit attraktiven Renditen gelockt, über das Totalverlustrisiko lag der Mantel des Schweigens. Unter anderem wurden Versicherungspolicen aufgekauft, die später zu höheren Rückkaufwerten veräußert werden sollten, um den Anschein eines rentablen Unternehmens zu bewahren. Auch sollen die Prospekte die Vermögens- und Ertragslage in ein besseres Licht gerückt haben. Der Vorwurf lautet daher, Anlegergelder mit unlauteren Methoden und nicht realisierbaren Gewinnversprechen erschlichen zu haben. Da Auszahlungen so nicht mit erwirtschafteten Gewinnen erfolgen konnten, soll ein klassisches „Schneeballsystem“ betrieben worden sein.

Schadensersatzansprüche gegen Verantwortliche

Ein Großteil der INFINUS-Gesellschaften befindet sich bereits in Insolvenzverfahren, Geschädigte sollten daher schnellstens ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Eine ausreichende Zufriedenstellung aller Gläubiger kann aufgrund der vorhandenen Insolvenzmassen jedoch angezweifelt werden. Sie sollten sich daher nicht allein darauf verlassen und weitere Ansprüche prüfen lassen. So bestehen unter anderem gute Chancen, die Verantwortlichen der insolventen Gesellschaften aufgrund deliktischer Ansprüche in die Haftungspflicht zu nehmen.

Sind auch Sie geschädigter Anleger in Sachen INFINUS? Dann zögern Sie nicht, bei uns eine kostenfreie unverbindliche Erstbewertung anzufordern. Gut informiert ist halb gewonnen. Schreiben Sie uns.

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